Von den vielfältigen Wünschen karriereorientierter Eltern
Immer noch zu wenig Krippenplätze. Aber 2013 sollen alle Eltern, die einen Platz für ihr Kind benötigen, diesen auch bekommen.
Aber ob das auch wirklich realisierbar ist, wird im Moment bezweifelt. Die Nachfrage ist groß, das Angebot zu gering und so verwundert es natürlich nicht, dass sich findige Unternehmer in dieser Branche etablieren. Private Krippen werden immer mehr eröffnet. Das Angebot wird der Nachfrage angepaßt.
Betreuungszeiten von 8 bis 18 Uhr sind gefragt. Individuelle liebevolle Betreuung und dabei sollen die Kleinen natürlich auch noch möglichst viel lernen.
Je vielfältiger das Angebot, desto höher die Kosten für einen Betreuungsplatz. Da kann man als Eltern schon mal gut 1000 Euro und mehr im Monat hinlegen.
Aber dafür kann man dann natürlich auch ziemlich flexibel seinem Beruf weiter nachgehen und Karriere machen. Sollte man auch, denn die 1000 Euro muß man Netto ja auch erstmal verdient haben, um sie in den Krippenplatz zu stecken.
Dafür arbeiten Mutter und Vater ja nun auch Vollzeit. Aber nicht nur dafür. Nein, die Wünsche sind vielfältig. Ein Häuschen hätte die junge Familie schon gerne. Angefangen wird dann erstmal mit einem Reihenhaus mit zielgerichtetem Blick auf das größere Doppelhaus oder sogar ein schickes Einfamilienhaus. Man hat ja schließlich Träume.
Die Autos sollten auch gesellschaftsfähig sein. Und so müssen die Leasingraten für die angesagten SUVs auch irgendwie von irgendwas bezahlt werden.
Ach ja, und Urlaub braucht man natürlich auch. Im Winter zum Skifahren, Ostern schon mal ein bisschen südliche Sonne schnuppern und im Sommer im Mittelmeer baden ...
Das kostet alles viel Geld. Und am besten soll noch Vermögen aufgebaut werden. Denn die Ausbildung der Kinder wird auch nicht ohne sein und überhaupt möchte man ja finanziell als Familie sorgenfrei sein.
Ja genau. Als Familie: Mutter, Vater und Kinder. Bei dem ganzen Karrieredenken und finanziellen Wünschen müssen eben bereits die unter dreijährigen Kinder in ihren „Betreuungseinrichtungen“ heranwachsen.
Um 8 Uhr abgegeben und um 18 Uhr abgeholt. Danach ist der Tag rum. Und vergangen ist er ohne Eltern.

written by Mittelmaßmama, Januar 12, 2012
written by Kristin, Januar 13, 2012
written by anna, Januar 13, 2012
Was hat Priorität? Meine Kinder genießen oberste Priorität. Beruflich könnte ich heute wesentlich besser dastehen, wenn ich die Prioritäten anders verteilt hätte.
Wenn man Kinder bekommt geht man eine große Verantwortung ein und die besagt für mich, für sie da zu sein, Zeit für sie zu haben, ihnen ein behütetes Zuhause zu geben und dahingehend zu erziehen, dass sie später mal verantwortungsbewusste Erwachsene werden, die selbständig im Leben stehen.
Das erfordert Zeit und ich habe mich dazu entschieden, diese zu nutzen. Dafür stelle ich auch die einen oder anderen Wünsche, die gelegentlich in mir aufkeimen auch mal hinten an.
Das soll sich nicht anhören, als ob ich ausschließlich selbstlos denken und handeln würde. Aber ich denke in erster Linie an meine Kinder.
Ich selbst habe meine Mutter sehr früh verloren und vielleicht liegt es daran.
Was in unserer Gesellschaft immer mehr verloren geht, ist das Bewusstsein, dass die Familie über allem stehen sollte.
Und auf lange Sicht ist es meiner Ansicht nach besser auf den einen oder anderen materiellen Wunsch zu verzichten und dafür mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können.



