Gibt es darauf eine richtige Antwort? Ist nicht jeder Mensch verschieden und so auch jedes Baby? Hier ist Muttis Spürnase gefragt: Denn nur sie kann wirklich ermitteln, wie viel Schlaf ihr Baby braucht. Hört sich nach komplizierter Detektivarbeit an? Ist es manchmal auch! Denn die Tag- und Nacht-Schlafphasen müssen auch noch aufeinander abgestimmt sein! Was das heißt? Wenn das Baby nachts möglichst ohne große Unterbrechungen schlafen soll, dürfen die Schläfchen tagsüber nicht zu lang sein. Aber wie lange ist zu lang? Ist ein Baby, das bis nachmittags um fünf ein kleines Schläfchen eingelegt hat, abends um acht reif und müde genug für den Nachtschlaf? Scheint ein wenig knapp, oder?
Tagsüber soll das Baby so schlafen, dass es ausgeruht ist. Nicht mehr und nicht weniger. Dann ist es gegen Abend müde genug für den Nachtschlaf.
Annette: Mein Jüngster hat mit acht Monaten meistens nur noch vormittags geschlafen. Nachmittags waren seine älteren Geschwister aus der Schule zurück, und er ließ sich nicht zu einem Schläfchen ‘überreden’. Ab 17 Uhr war der Kleine dann schon mehr als bettreif. Mit Spiel, Spaß und Spannung ablenken ging nicht mehr. Eine Zeitlang habe ich ihn dann also bereits spätnachmittags ins Bett gebracht. Er hat dann auch wirklich lange geschlafen - aber nicht länger als bis fünf Uhr morgens. So bin ich also Morgen für Morgen mit ihm und den Hühnern aufgestanden. Dabei fühlte ich mich jedoch nicht gerade wie ein junges Huhn, sondern eher wie eine alte Wachtel. Ich musste an der viel zu frühen Zubettgehzeit meines Babys etwas ändern! Da ich ihn aber nicht einfach von einem Tag auf den anderen eine oder zwei Stunden später ins Bett bringen konnte, habe ich langsam seinen Nachtschlaf nach hinten verschoben. In kleinen Schritten - alle paar Tage eine halbe Stunde mehr. Es hat sicher zwei Wochen gedauert, bis ich den Kleinen auf einer regelmäßigen Zubettgehzeit von 19 Uhr hatte.



